Hallo Jugend und YOU+, wir wollen mit den Männer eine Kanufreizeit machen. Sie findet am 27-29.08 parallel zur Mädchenfreizeit in der Region um Trendelburg statt und kostet 65€. Abfahrt ist am Freitag um 16:00 Uhr und am Sonntagabend die Rückkehr. Dort werden wir auf einem Campingplatz übernachten und Samstag und Sontag jeweils Kanufahren. Wir wedren [...]
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Tagebuch von Flo :-)
Im Folgenden zwei Tagebucheinträge von Flo Diener:
“also es folgt mein tagebuch…
Naja Tagebuch ist eigentlich falsch … Monatsbuch triffts eher
Hmm… Wo fang ich an… am Anfang wär gut denk ich ![]()
Also Heute sind wir schon 1 Monat hier whoaaa
Die erste Woche war ziemlich easy… wir durften uns hier ein bisschen einleben… mussten erst am dritten tag arbeiten gehn… Jaaa die arbeit sah erst so aus, dass wir hier einen Berg (rote) Erde in die zukünftige Lanchanete auf dem Gelände der Creche schaufeln mussten um den Boden zu ebnen.
Anschließend fingen wir damit an eine Wand aus Reifen zu bauen… die Reifen sollen den Erdberg abfangen und Stabilität geben. Naja ansonsten sieht unser Alltag hier so aus dass wir hier um 7.00 früstückten (ja mittlerweile hat sich das geändert…) um 8.00 Andacht hatten und um 8.30 mit PA (praktischer Arbeit) anfingen. Von 11.45- 12.45 gabs mittagspausein der wir zuerst Mittag gegessen ( (fast) immer Reis und Bohnen) und anschließend 45 min mais o menos mittagsschlaf gemacht haben.
Die PA endete um 17.00. Um 18.00 gabs Abendbrot. Danach gabs oft noch Program wie Grundwerte oder Reflektion…
Um 23.00 war Nachtruhe. Die Jungs ( d.h ich zuerst) hatten dann noch eine Spezialaufgabe die OM (Obra Missionaria) abzuschlißen einmal ums Haus zu gehn alle Fenster zu kontrollieren und die Hunde (Bimbo, Lu und Colly) rauszulassen. Das ganze wechselte dann wöchentlich.
Freitags war immer Jugend … (Die Brasilianer hier können nicht singen aber psssst…)
Samstag haben wir Sabbat gehabt… ein Tag den wir uns selbst einteilen durften.. Ein Tag für Gott. Den wir nicht selten genutzt haben um z.b in die Stadt hier zu gehn
Sonntag hatten wir immer morgens von 10.00 bis 12.00 deutschen GoDi danach freie Zeit
und um 19.30 brasilianischen GoDi… (brasilianer können noch immer nicht singen… geben sich aber die größte Mühe)
Naja nach Zwei Wochen wars dann auch schon so weit das wir aufbrechen mussten… Alle Zimmer ausräumen und EINEN RUCKSACK für zwei Wochen packen mit allem was wir brauchen würden…
Die Reise führte uns nach São José dos Pinhais… Hier durften wir den Missionaren Willi und Lu Dyck mit ihren Kindern Emily und Eduardo helfen bei allem was anfällt… Die Männer durften Die Einfahrt neu pflastern… ( das hielt genau 1 Tag) als Willi jedoch mit seinem Monster wieder drüber fuhr war alles kaputt… dank dem tollen brasilianischen Lehmbuden hier…
Außerdem durften wir am neuen Gemeindehaus mitarbeiten und die Deck mit weißen Pressplatten … ähnlich Pappe verkleiden.
Das war sehr depremierent, da das Zeug nicht so wollte wie wir wollten.
Wohnen d.h. Schlafen und Essen durften wir in einer Schule. Jaa das war auch sone Sache… der Boden war kahler Beton… dementsprechent hatte wir auch Rückenschmerzen nach den Nächten in den Schlafsäcken…
Später durften wir zwischengelagerte Matratzen dort benutzen aber auch nur für 4 von 13 Tagen… wenigstens hatten wir die für die Zeit… sonst wärs echt hart geworden…
Duschen …. denkste kannst dir n Botich Wasser in die Porzelanabteilung nehmen und die dort „duschen“ .. wir Jungs hatten im Gegensatz zu den Mädels noch Glück, da wir nach einer Woche heruasgefungen haben, dass es bei der naheliegenden Tankstelle extra Duschen für die Trucker gibt…
ja und Klamotten waschen war dort auch sehr schwer, 1. mit der Hand und 2. dank des ständigen Regens konnte die dann doch gewaschenen Sachen nicht trocknen.
Achja noch eine Sache… am zweiten Samstag in der Nacht auf Sonntag… gabs da son Zwischenfall… Nachts kamen Einwohner und weihten die Schule irgendwelchen Geißtern.. Nachts hörten wir zwar Stimmen dachten uns aber nichts weiter dabei… Am Montagabend dann erzählte uns Johann davon, dass die Betreuer der Schule vergrabene Kerzen und Kordeln auf dem Gelände gefunden wurden und seltsame Schriftzeichen an den Wänden sowie Dämonen geweihtes Wasser… Willi erzählte uns dann am Abend, dass es sich dabei um Macumba handelt. Eine Abwandlung von Voodo die von afrikanischen Sklaven nach Brasilien gebracht wurde und nun ziemlich normal für die meisten Brasilianer geworden ist und sie es regelmäßig praktizieren… Wir sind dann zusammen mit Willi vors Haus gegangen und haben das Haus Gott geweiht indem wir betent ums Haus gingen und heiliges Öl an die vier Ecken und die Haustüren des Hauses schmierten und die Kerze entfernten.
Am Mittwoch luden wir dann alle mit denen wir in den zwei Wochen mehr zu tun hatten (Gorgio & Claudio die Bauarbeiter sowie Familie Dyck mit Lisa der Freiwilligen und Phillipe dem Neffen Willis) in die Schule zu uns zu einem gemeinsamen Abndessen mit Churrasco und Pizza mit anschließendem Abendmal ein. Am Donnerstag packten wir dann wieder und machten uns auf den Heimweg… zuerst gingen wir in São José und Santa Felizidade shoppen (ganz viele Hängematten) und wurden dann von einem Bus abgeholt und nach Hause gebracht.
sooooo…
Jetzt sind schon wieder zwei Wochen vergangen seitdem ich zuletzt in mein „Tagebuch“ geschrieben habe. Zwei Wochen voller Erlebnisse
Am 30.10 fing alles an… wir wurden mit einem Reisebus vollbesetzt mit den anderen aus Reboucas und Teixeira aus Imbituva abgeholt und machten und auf den Weg für uns d.h. Imbituva und Reboucas hieß das Ziel die Fischerinseln und für Teixeira vorerst Sao Jose dos Pinhais (Jardim Carmen).
in Paranagua wurde wir dann rausgeschmissen und mussten uns beeilen, dass wir nicht unser Transportschiff Richtung Ilha dos Pecas verpassen. Also schnell Gepäck aufn Rücken und abgehts zu den Fischern…
Nach kurzem Verabschieden von den Anderen legten wir dann auch schon ab und kamen nach ca. 1 ½ std. Fahrt auf der Insel an… wir glaubten unseren Augen nicht als wir die Insel betraten… Man konnte meinen die Insel sei einem Märchen entsprungen… weißer Sandstrand Palmen Ozean ( naja ein wenig dreckiges Wasser aufgrund verschiedenster Katastrophen und Rücksichtlosigkeit der Menschen, was und jedoch nicht vom Baden abhielt. Wir bekamen sogar ein Begrüßungskomitee mit Pagenservice.. Also unsere schweren und vielen Sachen wurden von einem Mann mit Anhänger abgeholt…
Dann folgte der erste Gang über die Insel und der Traum ging weiter… es gab keine befestigten Straßen nur Fußwege aus Sand… dafür standen hier und da relativ gute Häuser… natürlich war die Überzahl der Häuser wie in den Favelas nur aus Holz zusammengezimmerte Zimmer mit Wasser und Strom aber die Häuser in denen wir also die „Deutschen“ uns aufhielten gehörten mit abstand zu den besten Häusern auf der ganzen Insel… Die Mädels durften beim Pastor der Inselgemeinde schlafen, eährend die Jungs bei Jocimar einem Frischbekehrten wohnen durften… Er hatte mit das größte Wohnhaus auf der Insel wo er zur Zeit alleine wohnte. Zu Jocimar: Er ist Feuerman in Rente kann sich deswegen so ein tolles Haus leisten und lebt nun auf seiner Heimatinsel Ilha dos Pecas. Er war Alkoholkier ist aber seitdem er Christ ist trocken und war deswegen überglücklich das noch mehr Christen zu ihm kamen und ihn unterstützen konnten. Außerdem sollten sie alte Saufkumpanen fernhalten ![]()
Der Alltag wenn man es so nennen darf so ungefähr so aus, dass wir ca. 3-4 Hausbesuch täglich machten. Außerdem arbeiteten wir beim Pastor im Garten. ( Wir mussten Sand von ca. 50m entfernten Strand in seinen Vorgarten karren. Dann gab es immer mal wieder Kinderveranstalungen wo wir mit ihenen spielten, sangen und ihnen von Gott erzählten. Und wir mussten natürlich die Gottesdienste mitgestalten. Lieder singen war eigentlich immer dran. Manchmal brachten wir auch ein Anspiel oder eine Pantomime außerdem hielten wir Tfelbotschaften und ich predigte am Sonntagabend im Gottesdienst. Achja hier sind die Gottesdienste immer Abends. Und das mit der Predigt war auch sone Sache… am Donnerstag abend bekam ich nämlich bescheid dass ich Sonntag abend predigen sollte. Das Problem dabei war:
dass ich nie zuvor gepredigt hatte
dass ich noch nichts vorbereitet hatte für eine Predigt
dass ich wusste dass ich aufgrund der bevorstehenden Reise zur Insel wo ich dann predigen sollte, dass ich kaum bis keine Zeit zur Vorbereitung der Predigt haben werde
… ja das alles hat mich schon ziemlich aufgeregt.
Aber nachdem ich mich beruhigt hatte legte ich alles in Gottes Verantwortung, und sagt ihm dass ich bereit wäre mich als Werkzeug benutzen zu lassen wenn er durch mich reden wird. Und siehe die Probleme lichteten sich,…
Ich nahm mir einfach Samstag den ganzen Tag Zeit und Gott schickte mir einen Text der mir schon auf der hinfahrt zur Insel aufgefallen war. Ausserdem schickte er mir eine gute Einleitung und er segnete mich reich beim predigen, sodass ich nicht aufgeregt war und stotterte und sogar die verschiedenen Beispiele und Anwendungen sinngebend in die Predigt einbauen konnte… dass war ganz sicher nicht ich.. ich konnte bis jetzt nicht mal
ordentlich eine Bibel oder Themen Ausarbeitung im Hauskreis machen und jetzt klappte die Predigt wie am Schnürchen… GLORIA DEUS!!!
Nach dem Gottesdienst verbrachten wir den Abend dort mit der Jugend am Strand beim Lagerfeuer… Das zündelte leider nicht richtig und mit dem Lagerfeuergesang klappte es auch nicht richtig, sodass die Stimmung ein bisschen gedrückt war. Bis zu dem Zeitpunkt indem Ricardo … alias Jack Sparrow ( weil er ähnlich durch war wie er) den Vorschlag machte Nachtschwimmen zu gehn. Gesagt getan und schon war einige von uns sammt Klamotten im Ozean eingtaucht. Nach einiger Planscherei schmiedeten wir den Plan alle verbliebenen Lagerfeuerbesucher auch ins Wasser zu zerren. Und so fand einer nach dem anderen auch seinen Weg ins kühle Nass. Dieser Abend sollte uns noch lange in Erinnerung bleiben. Die restlichen Abende liefen meist so ab, dass wir uns bei der Lanchanette neben der Gemeinde trafen und Uno spielte oder einfach nur versuchten uns zu verständigen.
Zu den Hausbesuchen: Die waren eine ganz neue Erfahrung für uns. Der Pastor gab uns nur Minuten vorher bescheid in welche Familie wir heute einkehren würden und das taten wir dann auch. Meistens wurden wir herzlichst mit Kuchen und Säften empfangen. Dann sangen wir Lieder auf portugiesisch und deutsch und stellten Fragen zum Lebenslauf der Personen. Abschließend beteten wir noch für sie und verabschiedeten uns wieder.
Ganz berührend war das Beispiel des blinden Ehepaars. Er war früher ein gern gesehener und gut bekannter Mann auf der Insel der ständig Sportturniere und Kinderveranstaltungen organisierte. Während einem Streit mit einem Anderem verlor er jedoch plötzlich aus ungeklärter Ursache das Augenlicht. Vorher hatte er sich noch um seine schon seit Jahren blinde Frau kümmern können nun da sie beide blind sind ging das aber schlecht. Aber von seinen vielen Freunden die er damals auf der Insel hatte blieb kein einziger. Seitdem sie beide blind sind bekommen sie kaum noch besuch und nur die Schwester der Frau kümmert sich um sie, was sie jedoch nicht gerne tut wie sie uns erzählte. Auf jeden Fall hatte sich der Mann kurz bevor er erblindete sich bekehrt und kannte Jesus. Die Frau war zwar katholisch geprägt aber glaubte nicht wirklich an Gott. So kam es dann das während eines Hausbesuchs bei ihnen sie gefragt wurde ob sie denn schon bekehrt sei… Worauf sie sich dann bekehrte.
Der letzte Abend auf der Insel war noch mal ein ganz besonderer. Die JSS hatte nämlich alle herzlich zu einem Abschiedsessen eingeladen, worauf dann wirklich auch alle kamen mit denen wir in der Woche zu tun hatten. Angefangen von den Kindern mit denen wir immer am Strand spielten bis zu dem Bauarbeiter bei dem wir halfen das Dach zu decken.
Wir durften sogar noch in besonderer Weise ein Zeugniss sein, da die Bewohner zum ersten mal sehen durften das Männer genau wie die Frauen auch das Geschirr wuschen und abtrockneten. Das musste nämlich ständig während dem Fest gemacht werden, da wir nicht genug Teller und Besteck für alle zur Verfügung hatten.
Nachdem alles geschafft war trafen wir uns nochmal mit der Jugend Nachts am Strand zu einem nächtlichen Strandspaziergang, mit Verkupplungsabsichten, ;P
Die Früchte dürfte wir denk ich spätestens nach der JSS betrachten dürfen.
So ging unsere Zeit auf Ilha dos Pecas zuende und wir brachen am Freitag morgen auf Richtung Sao Jose dos Pinhais. In Paranagua trafen wir dann Teixeira die uns von ihrer tollen Zeit in Sao Jose berichteten und wir ihnen von der Trauminsel berichteten die auf sie wartete.
Zusammen mit Reboucas machten wir uns dann auf den Weg nach Sao Jose. Hier sollte es unsere Aufgabe mal wieder sein den Gemeindebau voranzutreiben. Wir strichen alle Balken unterm Dach und außerdem die Dachfassade.
Außerdem hatte wir ein Worshipabend, JuM (Jungen- und Mädelsabend) und ein Brainstorming zum Grungwert Teamdenken… ( einem Gw der Jss ). Heute Freitag dem 13. wurde dann alles pickobello aufgeräumt und wir hatten noch eine Andacht aufm Kirchenbau. Zum Schluss früstückten wir dann bei Willi und Lou Dyck den Missionaren hier vorort und hatten eine Fragestunde. Danach wurden wir wieder von Teixeira abgeholt und fuhren nach Hause…
HOME SWEET HOME IMBITUVA”